Qualitätsgrundlagen von KOMM.aktiv als Anbieter erlebnispädagogischer und handlungsorientierter Trainingsprogramme und Klassenfahrten, im Einklang mit den Maßstäben des Bundesverbandes Individual- und Erlebnispädagogik e. V.
KOMM.aktiv ist gebunden an die Qualitätsgrundlagen des Bundesverband Erlebnispädagogik e.V. im Bereich „erlebnispädagogischer und handlungsorientierter Trainingsprogramme und Schulfahrten"
Deren Einhaltung wird durch den BE -Vorstand bzw. die dem Vorstand beauftragten Personen stichprobenartig überprüft.
Im weiten Feld der erlebnispädagogischen und handlungsorientierten Trainingsprogrammen und Klassenfahrten gibt es eine hohe Anbieterzahl, wobei diese gleichzeitige Vielzahl mit verschiedenen Methoden, Settings und Vorgehensweisen korreliert.
Der Bundesverband Erlebnispädagogik e.V. differenziert zwischen „..sinn und wirkungsvoll eingesetzten erlebnispädagogischen Methoden und solchen, die sich des in den letzten Jahren inflationär gebrauchten Erlebnis - Begriffs nur kommerziell bedienen.
Das Erlebnis an sich, der „Kick oder Thrill" mit dem manche Anbieter werben hat nur wenig mit Erlebnispädagogik zu tun, aber mit der Begrifflichkeit suggeriert wird und doch nur eine inhaltlose Worthülse darstellt.
Wir wollen eine klare Auftragdefinition bei der der Grad der Prozessarbeit und „Spaß-faktor" deutlich wird.
Der Schwerpunkt von KOMM.aktiv ist die pädagogische Begleitung der sozialen Entwicklung von Gruppen.
Erlebnispädagogik ist für uns eine handlungsorientierte Methode in einem konstruiertem, auf die individuellen Bedürfnisse der Gruppe angepassten Setting, junge Menschen vor physische, psychische und vor allem soziale Herausforderungen zu stellen, wobei das Erlebnis als Katalysator und Wegbereiter möglicher Persönlichkeitsentwicklung dienen soll. Erlebnispädagogik ist für uns kein Selbstzweck, sondern orientiert sich als Methode explizit dem Ziel, dem Individuum durch direkte Erfahrungen, Wissen, Fähigkeiten und Werte zu vermitteln, die als lebenspraktische Werkzeuge genutzt werden können um die Lebenswelt aktiv zu gestalten.
Das Erlebnis für sich alleinstehend wäre nur eine flüchtige Erfahrung, wenn das Erlebte nicht im Anschluss in einer theoretischen Reflexionseinheit bearbeitet und aktuelles Verhalten der Gruppe thematisiert wird.
In der Reflexionsarbeit heben wir uns klar von anderen Anbietern ab, da wir durch unsere Arbeit Nachhaltigkeit des Erlebten emotional, wie kognitiv fördern.
Dabei ist es uns wichtig das die Lernerfahrungen, die durch die Aktivität generiert werden, in den Lebenskontext und Alltagssituationen des Teilnehmers übertragen wird.
Unser Ziel ist es, konkrete Verhaltensweisen und Lerninhalte soweit zu internalisieren, dass sie auch in anderen Lernsituationen abrufbar sind.
Wir verstehen uns als Impulsgeber, der den Teilnehmern ihr konkretes Verhalten spiegelt und zurückmeldet, um ihnen so Klarheit über ihr Handeln und dessen Konsequenzen zu verschaffen.
Dabei integriert KOMM.aktiv verschiedene Modelle der Kommunikationspsychologie in die Arbeit und nutzt diese als methodische Werkzeuge zur Reflexion und Vertiefung der aktuellen Konflikte innerhalb der Gruppe. So können wir auf mögliche Kommunikationsstörungen hinweisen, die eine konstruktive Auseinandersetzung erschweren. In diesem Kontext erläutern wir, abhängig von der Zielgruppe, inhaltlich Kommunikationsmodelle und geben so einen Input in die Gruppe , der ihnen einen theoretischen Hintergrund von verbaler Interaktion und seinen Schwierigkeiten bietet, um ihre eigenen Kommunikationsprozesse bewusst wahrzunehmen.
Neben dem Erlebnispädagogischen Element und der Kommunikationspsychologie bedienen wir uns der Systemischen Organisationsbetrachtung.
Aus dieser Perspektive betrachten wir die Gruppendynamischenprozesse und spiegeln der Gruppe ihr soziales Verhalten und ihre zwischenmenschliche Interaktion, helfen beim Bewusstwerden dessen und wollen den Erkenntnisprozess dadurch katalysieren.
Signifikant für uns dabei ist nicht nach einem „Sündenbock" oder Schuldigen zu suchen, sondern darauf aufmerksam zu machen, dass Verhalten immer in Wechselwirkung geschieht und jeder seinen Beitrag zu einem Konflikt leistet.
Wenn der „Status quo" gesichert ist, können wir gemeinsam mit den Teilnehmern an alltagsbezogenen und lebensweltorientierten Handlungsalternativen arbeiten.
Wir möchten jungen Menschen dabei helfen auf ihrem Weg mit uns, ihre eigene Individualität zu erkennen und die damit verbundenen Chancen und Grenzen.
Wichtig ist uns in einer leistungsorientierten Gesellschaft, in der das Miteinander mehr und mehr außer acht gelassen wird, dem Individuum einen anderen Zugang zur Gemeinschaft zu ermöglichen, in die Gemeinschaft Miteinzubinden und die Übernahme von Eigenverantwortung und sozialer Verantwortung aktiv zu fördern.
Wir legen wert auf ein partnerschaftliches Verhältnis mit den Teilnehmern und binden sie in jeden Prozess mit ein, so dass das Anliegen und Ziel der Gruppe im Vordergrund steht und sie dabei Mitverantwortung bei der Gestaltung und Ablauf des Programms haben.
KOMM.aktiv schafft ein besonderes Klima, in dem jeder seinen Platz findet und das offen ist für das Abenteuer zu leben und Entwicklung zuzulassen. Denn nur Handeln, Bewegung, Kommunikation und aktive Auseinandersetzung mit sich selbst und seinem Nächsten ermöglicht individuellen und damit gleichzeitig kollektiven Fortschritt.
01.10.2012 | Jugendprojekt lebensWERT
KOMM.aktiv e.V. führt in Kooperation mit der Stadt Nieheim ein Projekt zur direkten Beteiligung von Jugendlichen durch, um die Stadt Nieheim für Jugendliche lebensWERTer zu gestalten. Lesen Sie hier von den Ergebnissen des Projektes.
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08.01.2011 | Ihre Unterstützung:
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